Fragen und Antworten


Trockene Augen

Das Thema: "Trockene Augen" wird für viele Brillentäger und auch Nichtbrillenträger immer wichtiger, denn die Probleme häufen sich mit zunehmenden Lebensjahren. Die Ursachen sind vielfältig und meistens nicht zu beseitigen. So kann nur an den Symptomen Verbesserungen erreicht werden, die dann zu einem zumindest zeitweilig beschwerdefreien Sehen führen.

 

Ein sehr bewährtes Mittel ist LipoNit, das wir schon lange im Programm haben. Die Besonderheit von diesem Hilfsmittel ist, dass es auf das geschlossene Auge gesprüht werden kann.

  Bild: OPTIMA Pharmazeutische GmbH


Sind Entspiegelungen wichtig?

Ja immer!  Entspiegelungen auf Brillengläser werden hergestellt, indem die Glasoberflächen im Hochvakuum bedampft werden. Heute sind drei Schichten üblich. Die sogenannte: "Super-ET" ist hochwirksam und garantiert bestes Sehen mit hohem Kontrast, besonders in der Nacht.

 

Eine hochwirksame Entspiegelung auf Brillengläser verbessert nicht nur das Sehen, sondern auch das Aussehen!

 


Sind Tönungen nötig?

Nur bei lichtempfindlichen Augen, etwa nach Staroperationen oder Netzhautproblemen. Oft reicht eine leichte Filtertönung im Bereich von 12% völlig aus. Ausnahmen sind UV-Filter, welche die Augen vor schädlicher UV-Stahlung schützen. Im sichtbaren Bereich haben diese Brillengläser eine leichte Filterwirkung.

 

Viel öfter werden phototrope Brillengläser bevorzugt, weil es hierbei eine variable Tönung gibt, die nicht nur eine Filterwirkung sondern auch einen Sonnenschutz hat. Die Verdunklung und Aufhellung dieser Brillengläser erfolgt sehr schnell und ermöglicht damit ein komfortables Sehen.

 


Warnung vor Blaulicht !

Neueste Forschungsergebnisse zeigen, nicht nur kurzwelliges UV-Licht ist für unsere Augen schädlich, sondern auch blau-violettes Licht mit hoher Energie, wie es heute bei LED-Beleuchtung vorkommt, die als künstlichen LED-Lichtquellen im Einsatz sind. Scheinwerfer von neuen Autos sind heute mit LED-Beleuchtung schon selbstverständlich. Aber auch LED-Beleuchtung in Innenräumen, bei Fernsehgeräten, Computer-Bildschirmen, Tabletts u.s.w..

 

Eine stattliche Stromersparnis ist bei LED-Beleuchtung ein gewichtiges Argument. Aber LED-Beleuchtung hat auch einige Nachteile: das ist hauptsächlich die vermehrte Abstrahlung von blau-violetten Lichtanteilen (wie auf neben-stehender Grafik dargestellt), die schädliche Wirkungen auf die Augenlinse und die Netzhäute der Augen haben können. Grauer Star in den                            Bild: Galaxa

Augenlinsen und Makuladegeneration in den Netzhäuten der Augen sind ernstzunehmende Krankheiten mit erheblichen Folgen für den Alltag, die durch blau-violettes Licht begünstigt werden.

 

Bei Glühlampen gab es diese Probleme nicht, denn Glühlampen strahlen hauptsächlich im roten Lichtbereich. Deshalb haben wir Glühlampenlicht auch stets als angenehm empfunden und wohltuend für unsere Augen. Die Zukunft wird aber dem LED-Licht als künstliche Lichtquelle gehören, denn es überwiegen ohne Zweifel in erster Linie die technischen Vorteile und die Vorteile der deutlichen Stromersparnis. Der übermäßige Blauanteil von LED-Lichtquellen muss aber durch entsprechende Blaufilter auf ein normales Maß reduziert werden. Eine sichere und elegante Lösung sind Brillengläser mit Blaufilter, die in Schutzbrillen als Gleitsicht-, Fern- oder Lesebrillen für unsere Augen wirklich wichtig sind.

 

Leider haben aber auch Brillengläser mit Blaufilter den Nachteil, dass im sichtbaren Lichtbereich ein mehr oder weniger gelblicher Farbstich zu sehen ist. Die Brillenglashersteller versuchen zwar die Komplementärfarbe (Gegenfarbe) zu blau, einen leichten bis kräftigen Gelbstich im sichtbaren Bereich so gering wie möglich zu halten. Für Arbeiten mit Farben, etwa beim Malen mit Farben oder im Druckgewerbe, werden jedoch wirklich weiße Brillengläser benötigt, damit falsche Farben möglichst ausgeschlossen werden.

 

In nebenstehender Abbildung ist sehr gut zu sehen, dass oberhalb der Filterkante keine Lichtstrahlung mehr das Brillenglas passieren kann. Die Augen sind geschützt!                                                   Bild: Galaxa

 

OPTIK STOLLENWERK in Schömberg hat für alle erdenklichen Anwendungen und Einsatzgebiete die richtigen Brillengläser und bietet ihnen eine ausführliche Beratung.                                                                  


Brillengläser aus Mineral- oder Kunstoffmaterial?

Brillengläser aus Kunststoffmaterial haben den Markt mit über 90% Marktanteil erobert. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Kunstoffmaterial ist deutlich leichter, je nach Material ist Kunstoff bruchsicher und daher auch für hohe Belastungen geeignet, sehr gute optische Abbildung, mit heutiger Technik sehr gut beschichtbar: gehärtete Brillenglas-Oberflächen, Mehrfachentspiegelungen, Putzschichten, usw..

 

Wir empfehlen für fast alle Fälle Kunststoffgläser. Diese Brillenglasmaterialien sind in den optischen Eigenschaften ohne Probleme und im Tragekomfort deutlich angenehmer.

 


Was bedeutet die Angabe: Sph, Cyl und Achse

Auf Verordnungen vom Optiker oder Augenarzt kommt häufig die Angabe von Sph, Cyl und Achse vor.

 

Bei der Sphäre (Sph) handelt es sich vereinfacht gesagt um eine Längenangabe des Auges. Liegt die Angabe der Sphäre im Plus-Bereich (+), so ist das Auge im Verhältnis zu Optik zu kurz. Bei Kindern darf das Auge also noch wachsen (Wachstumsreserve) und bei Erwachsenen darf sich das Auge noch dehnen. Das geschieht aber wegen der dickeren Augenwände nur selten.

 

Die Angabe im Minus-Bereich (-) besagt, dass die Baulänge des Auges im Vergleich zur Optik schon zu gross ist. Ein weiteres Längenwachstum wirkt sich ungünstig auf eine Korrektur mit Brillengläser aus, weil die Brillengläser stärker werden müssen und dadurch die Glasdicke zunimmt.

 

Bei Angabe von Minus-Cylinder oder Plus-Cylinder (Cyl) auf einer Brillenverordnung liegt außerdem noch eine Verformung des Auges vor. Die Verformung kann allein in der Augenlinse begründet sein, aber auch allein in der Hornhaut, oder in beiden kombiniert. Für eine Brillenanpassung ist das nicht so wichtig, bei einer Kontaktlinsenanpassung aber schon.

 

Eine Verformung des Auges führt dazu, dass ein Auge einen Punkt nicht als Punkt auf der Netzhaut abbilden kann. Es erscheint auf der Netzhaut ein kleiner Strich (Stabsichtigkeit). Man kann sich nun die Abbildung auf der Netzhaut, bestehend aus vielen kleinen Punkten (ähnlich einem Fernsehbild) vorstellen. Wenn jeder Punkt aber als kleiner Strich auf der Netzhaut abgebildet wird, so ist das Bild auf der Netzhaut verzerrt. Das hat einen deutlichen Verlust an Sehschärfe zur Folge und muss mit Brillengläser oder Kontaktlinsen korrigiert werden.

 

Mit Cylinder-Gläsern kann man diese Art von Fehlsichtigkeit einwandfrei korrigieren. Das Auge kann mit einer solchen Brillenkorrektur einen Punkt auf der Nezthaut wieder als Punkt abbilden.

 

Die Bezeichnung Cylinder ist ein Begriff aus dem Bereich der Geometrie. Mit seiner Hilfe können wir uns die komplexen Verhältnisse am Brillenglas geometrisch und optisch vorstellen und auch so mit aufwändigen Formeln berechnen.

 

Die Achse gibt lediglich die Lage der Verformung bzw. die Korrektur an.

 


Können Beschädigungen im Brillenglas beseitigt werden?

Keinesfalls!  Brillengläser sind heute mit aufwändigen Beschichtungen versehen. Je nach Qualität können da locker bis zu 9 Schichten in Dünnfilmtechnik aufgebracht werden. Jede Schicht hat eine Aufgabe und eine eigene Struktur. Sind Schäden an der Brillenglasoberfläche sichtbar, so geht der Schaden in der Regel durch alle Schichten bis ins Grundmaterial, auch durch die immer vorhandene Hartschicht.

 

Ein Auspolieren z.B. von Kratzern ist nicht möglich, weil die Oberflächenschichten nachhaltig zerstört werden! Selbst, wenn keine Oberflächenschichten vorhanden sind, können Kratzer zwar auspoliert werden, es entstehen dann aber schwere optische Verwerfungen, welche die Brillengläser unbrauchbar machen! Brillenglasoberflächen sind exakt berechnet und so auch hergestellt worden. Die Ober- flächengüte, also die Qualität der Oberfläche ist ein Maß für die optische Abbildung und bestimmt die Sehqualität der Brille. Eine irgendwie geartete Nacharbeit an Brillenglasoberflächen ist daher nicht möglich!


Brillen richtig reinigen

Für gutes Sehen müssen Brillen absolut sauber sein! Ein Fettfilm auf den Brillengläsern verschlechtert die optische Abbildung und die Reflexe an den Glasoberflächen werden deutlich größer, weil die darunter liegende Entspiegelung nicht mehr funktionieren kann. Das Fett kommt von der Haut und den Augenbrauen und verteilt sich auf den Brillenglasoberflächen. Tägliche Reinigung ist also nötig! Viele Brillenträger reinigen Ihre Brille gerne mit warmen Wasser und einem Spülmittel. Wer so reinigt, riskiert Brillenglasschäden, die wir oft sehen. Auch die Brillenfassung leidet, wird matt und bekommt später möglicherweise einen weißlichen Belag. 

 

Spülmittel sind für Geschirr aus Keramik und Glas ohne Beschichtung konzipiert! Empfindliche Brillenglasoberflächen aus Kunststoff mit Beschichtungen leiden je nach Konzentration des Spülmittels und die Temparaturänderung durch das Leitungswasser sehr stark. "lauwarm" bedeutet bei einer Körpertemperatur von 37 Grad locker eine Wassertemperatur von über 40 Grad. Die Brille hat aber nur Zimmertemperatur von 18-20 Grad. Wird aber eine Brille mit warmen Wasser und einem Spülmittel gereinigt, so liegt immer ein Temperatursprung von über 20 Grad vor. Die Brillenglasmaterialien dehnen sich ruckartig aus und die Brillenglasbeschichtungen reißen. Manchmal werden die Brillenglas-oberflächen auch wellig (mögliche Polamerisation nachträglich). Die Brillenglashersteller sprechen dann von einem "Wärmefehler" und lehnen Garantieleistungen generell ab.

 

Die Brillenglasoberflächen sind ein Maß für die gute optische Abbildung! Deshalb werden die Oberflächen auch so aufwändig behandelt und beschichtet. Je besser die Brillenglasoberflächen abbilden, je besser ist das Sehen für den Brillenträger!

 

Wie werden Brillen also richtig geputzt? Kaltes Wasser ohne Zusätze schadet Brillen nicht und ist notwendig, wenn Staub auf der Brille zu sehen ist - etwa nach Gartenarbeiten. Mit kaltem Wasser ist das Fett an Brillen aber nicht zu beseitigen. Deshalb empfehlen wir ein richtiges Brillenputzmittel ohne Wasser anzuwenden, das wir immer vorrätig haben. Unser Brillenputzmittel sind jahrelang erprobt und für die Reinigung von Brillengläsern optimiert. Es wird aufgesprüht und dann mit einem sauberten, weichen Papiertuch (Kleenex) einfach abgewischt. Fertig!

 

Für die Brillenglasreinigung unterwegs haben wir auch spezielle feuchte, einzeln verpackte Papier-tücher, die mit Fettlösemittel getränkt sind.

 

Manchmal ist aber auch so eine perfekte Reinigung nicht möglich, weil sich Fett und Staub in die Brillenglasränder, also zwischen Brillenglas und Brillenrand gesetzt hat. Mit einem flüssigen Putzmittel wird das Fett angelöst und bei der Reinigung über das Brillenglas gewischt. Eine Reinigung der Brillengläser ist so nicht möglich.

Abhilfe schafft in diesen sehr häufig vorkommenden Fällen, nur eine gründliche und regelmäßige Reinigung der Brille mit einem Ultraschall-Reinigungsgerät. Nur hiermit kann Schmutz aus den Brillenglasrändern beseitigt werden.

 

Preisgünstige echte Ultraschall-Reinigungsgeräte haben wir immer vorrätig. Mit solchen Geräten können auch Uhrarmbänder und mancherlei Schmuck gereinigt werden. Ein Gerät also für die ganze Familie. 

 

In unserer Werkstatt haben wir selbstverständlich ein Ultraschall-Reinigungsgerät. Bei Bedarf können wir Ihnen schnell weiterhelfen! Die Reinigung ihrer Brille mit Ultraschall ist für unsere Kunden kostenlos. Besuchen Sie uns - wir freuen uns auf Sie!

 


Druckstellen auf der Nase und an den Ohren

Druckstellen auf der Nase und an den Ohren ist für Brillenträger ein häufiges Problem. Ursache ist häufig eine schlecht sitzende Brille, die durch unsanfte Behandlung verbogen ist. In den meisten Fällen können wir hier mit gutem Erfolg die Brille wieder richtig anpassen.

 

Manchmal hilft aber trotz guter Anpassung auch das nicht. Bei näherer Betrachtung stellt sich dann heraus, dass oft Kreislaufprobleme mit Durchblutungsstörungen das eigentliche Problem ist. Die Haut auf den Nasenwänden ist dann nicht mehr so belastbar und es gibt deutliche Abdrücke auf den Nasenwänden im Bereich der Stegplättchen, die sehr tief werden können, sich entzünden und richtig weh tun.

 

Abhilfe schafft nur eine leichtere Brille! Jedes Gramm zählt, denn Brillen werden täglich über eine sehr lange Zeit getragen! Viele leidgeplagte Brillenträger versuchen dann mit Creme die wunden Stellen zu behandeln und verschlimmern noch das Problem, weil Creme die Hautstellen weich macht.

 

Besser ist es, mit einem alkoholhaltigen Mittel wie z.B. "Klosterfrau Melissengeist" diese Hautstellen auf den Nasenwänden täglich einzureiben und zu massieren. Das desinfiziert, reizt die Haut und fördert die Durchblutung. So können Brillen oft besser vertragen werden.

 

Unbedingt ist bei einer neuen Brille darauf zu achten, dass das Gesamtgewicht der Brille möglicht gering ist und damit die Auflageprobleme auf den Nasenwänden erst garnicht entstehen.

 

Bei uns ist deshalb immer eine Waage griffbereit, womit wir die Fassungen bereits wiegen und vergleichen und das Gesamtgewicht der Brille abschätzen können, denn jedes Gramm zählt!  

 


Allergische Reaktionen

In den letzten Jahrzehnten sind allergische Reaktionen deutlich häufiger geworden. Auch bei Brillen ist das sicher ein Problem, denn aus technischen Gründen wurde früher sehr viel Nickel verarbeitet. Zwar gibt es eine Nickelverordnung, die einen Grenzwert definiert, der auch von allen Firmen bei der Fertigung eingehalten wird, indem die Brillenfassungen zumindest lackiert werden. Aber der Beschichtungslack kann besonders bei preisgünstigen Brillenfassungen im Laufe der Zeit durch agressiven Schweiß brüchig und porös werden. Dann kommt wieder mehr Nickel zum Vorschein und es gibt Verträglichkeitsprobleme.

 

Wenn ein Brillenträger von seinen Problemen mit allergischen Reaktionen weiß und uns davon in Kenntnis setzt, so können wir leicht Fassungen auswählen, von denen wir wissen, dass die Materialbeschaffenheit das Risiko von Allergien vermindert! Diese Fassungen kosten zwar etwas mehr, verhindern aber allergische Reaktionen.

 

Besuchen Sie uns - wir beraten Sie gerne!